Die Route
Stromaufwärts entlang der Donau über Passau, Donauwörth und Stuttgart sollte unser erstes Etappenziel mit Strasbourg erreicht sein. Das sind nur knapp 900 km, in denen aber allerhand zu entdecken sein wird. Davon gehen wir aus! Ich mein, wann hat man schon die Chance, am Rand des Kraterbeckens eines Meteors zu stehen? Um gleich darauf ein Würmtal zu passieren? Mit einer Abkürzung durch Raum und Zeit hätten wir allerdings unser Ziel verfehlt. Den Weg.
Wenn wir bis Elsass/Alsace kein zweites Zelt brauchen, brauchen wir vermutlich auch weiter keines mehr. Zumindest nicht bis zum Ziel der nächsten Etappe, der Avenue des Champs Élysées in Paris. Dort werden wir zwar nicht im gleichen Tempo wie die Teilnehmer der Tour de France durch die zumindest einmal im Monat autofreie Zone rasen, aber uns wie Siegerinnen ohne Wettkampf fühlen. So hoffen wir!
Über Versailles – es ist zu hoffen, dass bis dahin ewig und global haltbare Friedensverträge existieren – wird uns der Plan weiterführen an die Küste, St. Malo, eine ehemalige Hochburg für Freibeuter der Meere (soviel zum Frieden). Mit ein bisschen Glück gibt es eine Überfahrt auf die Ile de Bréhat, die Blumeninsel. Da gibt es keine verkehrsberuhigte Zonen, da gibt es gar keine Autos. Im Idealfall sind wir zu dem Zeitpunkt seit etwa 1900 km auch in keinem mehr gesessen.
Und dann, wenige paar hundert Kilometer später, sollte uns mit Wetterglück eine Fähre am liebsten ab Lanildut auf die Île d’Ouessant bringen. Vielleicht sehen wir Delfine, vielleicht macht uns der Seegang krank. Jedenfalls sehen wir den größten Algenhafen Europas. Und was dann?
